Übergabe- und I/O-Module richtig auswählen

Soll ein vorhandener Stecker auf Klemmen geführt werden, oder soll eine Anwendung digitale Signale lesen und Ausgänge schalten? Diese Unterscheidung ist der erste Schritt zur passenden Komponente. Der folgende Ratgeber unterstützt die Auswahl; verbindlich für Anschluss und Betrieb sind die technischen Daten und das Handbuch des jeweiligen Moduls.

D-Sub oder Flachbandkabel auf Schraubklemmen führen

Ein passives Übergabemodul verbindet einen Steckverbinder mit Schraubklemmen. Es setzt weder ein Protokoll um noch liest es selbstständig Signale ein. Für D-Sub-Leitungen wählen Sie ein Modul nach Polzahl, Gehäuse und Kontaktanordnung. Bei Flachbandkabeln sind zusätzlich Raster, Orientierung und die Position von Kontakt 1 wichtig.

Unsere D-Sub-Module gibt es mit 9, 15, 25, 37 und 50 Polen; Stecker und Buchse sind parallel bestückt. Die Header-Module verwenden zweireihige Verbinder im Raster 2,54 mm. Prüfen Sie bei beiden Familien Anschlussquerschnitt, Strom- und Spannungsgrenzen sowie die Pinbelegung. Eine passende Polzahl allein garantiert keine Kompatibilität.

Für den Schaltschrank müssen außerdem Tragschiene, Modulabmessungen und Kabelabgang passen. Planen Sie ausreichend Platz für Stecker, Biegeradien und den Zugang zu den Klemmen ein. Die Produktseiten enthalten technische Daten und Datenblätter für diese Prüfung.

Relais- oder Halbleiterausgänge wählen

Bei einem I/O-Modul hängt die Ausgangsart von der angeschlossenen Last ab. Relais schalten über mechanische Kontakte. Dabei sind Kontaktbelastbarkeit und Lebensdauer zu beachten. Halbleiterausgänge arbeiten ohne mechanische Kontakte, sind aber an die vorgesehenen Spannungs-, Strom- und Polaritätsbedingungen gebunden.

Die L-Varianten unserer USB- und RS232-Module verwenden plusschaltende High-Side-Ausgänge mit gemeinsamer Ausgangsversorgung. Die R-Varianten besitzen Relaiskontakte. Prüfen Sie in den technischen Daten auch die Trennung zwischen Kanälen und Versorgung; galvanische Trennung bedeutet nicht bei jeder Ausführung dieselbe Kanalstruktur.

Vergleichen Sie Lastspannung, Dauerstrom, Einschaltstrom und Schalthäufigkeit mit den Angaben des konkreten Moduls. Besonders bei induktiven Lasten sind die Schutzmaßnahmen aus dem Handbuch zu berücksichtigen. Bei unklaren Lastdaten hilft eine technische Rückfrage vor der Bestellung.

Digitale 24-V-Signale per USB oder RS232 anbinden

Die XUP- und XSP-Module stellen jeweils 8 digitale Eingänge und 8 digitale Ausgänge bereit. Die Eingänge sind für 24 V DC ausgelegt. Das eignet sich für einfache Aufgaben, bei denen eine PC-Anwendung Signalzustände erfasst oder Ausgänge setzt. Die Module sind kein Ersatz für eine Sicherheitssteuerung.

Wählen Sie die Schnittstelle nach dem vorhandenen Steuergerät: USB arbeitet über einen virtuellen COM-Port mit passenden Treibern. Bei einer vorhandenen RS232-Schnittstelle kann die Anwendung direkt seriell kommunizieren. RS232 darf dabei nicht mit RS485 oder einer TTL-UART-Schnittstelle verwechselt werden.

Für eigene Anwendungen sind die ASCII-Befehle in der Online-Dokumentation beschrieben. MFR Config für Windows, macOS und Linux unterstützt die Konfiguration; passende Treiber und deren Betriebssystemunterstützung sind separat zu prüfen. Kontrollieren Sie vor dem Anschluss Versorgung, Bezugspotenziale und zulässige Signalpegel im Handbuch.